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Die Brauerei im Herzen des Isarbräu
Braumeister sind täglich auf’s Neue gefordert: Sorgfältig wählen wir Gerste und Weizen nur aus den besten und natürlichsten Anbaugebieten aus – gründliche Reinigung ist vor dem Keimprozess höchstes Gebot. Behutsam wird Gerste und Weizen beim Mälzen zu feinstem Malz. Beim „Einmaischen“ werden die angezuckerten Stärketeile auf dem Weg des Stufenweisen Erhitzens zu Malzzucker.
Nun laugt der Braumeister beim „Abläutern“ den „Treber“ (Spelzen und feste Bestandteile) mit heißem Wasser so lange aus, bis das Restzuckerextrakt unter 1% liegt und die Sudpfanne bis an den Rand gefüllt zum Kochen bereit ist. Die nährreiche Filterschicht der Spelzen, der mineral- und ballaststoffreiche „Treber“, wird in Tonnen gefüllt und an Pferde verfüttert.
Beim Würzekochen in der Sudpfanne geben wir nur einen bestimmten, feinsten Hallertauer Hopfen hinzu und kochen solange, bis wir eine Stammwürze von 13,5% und ein feinherbes Aroma in unserer Würze erreicht haben.
Nach ca. 8 Stunden ist unser „Sud“ vollbracht und es wird die erste Stufe zum Jungbier erreicht. Die „Würze“ wird tangential in den „Whirlpool“ eingepumpt, damit sich der „Grobtrub“ in der Mitte des Gefäßes als Kegel absetzt (Hopfenteile und geronnenes Eiweiß).
Dann ziehen wir die Bierwürze über den Wärmetauscher in den kühlen Gärkeller d.h. von 100 °C auf 15 °C (hierbei gewinnen wir ca. 1000 Liter 70gradiges Wasser).
Nun darf die quirlige Hefe ans Werk. Sie verwandelt die „Stammwürze“ zu Alkohol und Kohlensäure. Nach getaner Arbeit verschwindet unser Jungbier in den Kaltkeller, um Kohlensäure zu binden und zu reifen. Nach rund 14 Tagen ist unser Stationsweizen ausgereift und zapfbereit. |